Alles, was Sie über KFZ-Wartung, Reparatur und unsere Leistungen wissen möchten.
Wartung & Ölservice
Die Intervalle variieren je nach Fahrzeugtyp und verwendetem Motoröl. Bei modernen Fahrzeugen mit Longlife-Öl empfiehlt sich ein Wechsel alle 15.000–30.000 km oder einmal jährlich, je nachdem, was zuerst eintritt. Bei älteren Fahrzeugen, Turbomotoren oder intensiver Kurzstreckennutzung kann ein kürzeres Intervall von 10.000–15.000 km sinnvoll sein. Wir beraten Sie gerne individuell basierend auf Ihrem Fahrzeugtyp und Fahrprofil.
Beim großen Service prüfen wir alle sicherheitsrelevanten Systeme: Bremsen, Lenkung, Fahrwerk, Beleuchtung, Reifen, Flüssigkeitsstände, Batterie und Abgassystem. Zusätzlich führen wir einen vollständigen OBD-Diagnosescan durch, wechseln Motoröl und Filter und dokumentieren alle Befunde im Serviceheft. Sie erhalten einen detaillierten Bericht über den Zustand Ihres Fahrzeugs.
Das richtige Motoröl hängt von Fahrzeugmarke, Motortyp und Baujahr ab. Jeder Hersteller gibt spezifische Öl-Freigaben vor (z.B. VW 504.00, BMW Longlife-04). Die Verwendung des falschen Öls kann zu erhöhtem Verschleiß oder Motorschäden führen. Bei ServicePunkt verwenden wir ausschließlich herstellerfreigegebene Öle – wir wählen das richtige Produkt für Ihr Fahrzeug.
Bremsen & Sicherheit
Bremsbeläge sollten gewechselt werden, wenn die Restdicke unter 3 mm fällt. Typische Warnsignale sind quietschende oder schleifende Geräusche beim Bremsen, ein längerer Bremsweg, ein Vibrieren im Bremspedal oder eine Bremswarnleuchte im Armaturenbrett. Die Lebensdauer variiert stark je nach Fahrweise und Fahrzeugtyp – von 30.000 bis über 80.000 km. Bei unserer Inspektion prüfen wir den Zustand Ihrer Bremsanlage standardmäßig.
Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch – sie nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf. Mit zunehmendem Wasseranteil sinkt der Siedepunkt, was bei intensiver Bremsbelastung zu Dampfblasenbildung und Bremsversagen führen kann. Wir empfehlen einen Wechsel alle zwei Jahre, unabhängig von der Fahrleistung. Ein einfacher Test zeigt den aktuellen Wassergehalt Ihrer Bremsflüssigkeit.
Reifen & Saisonwechsel
In Österreich gilt die Faustregel „O bis O" – von Oktober bis Ostern. Bei Temperaturen unter 7°C bieten Winterreifen deutlich bessere Haftung als Sommerreifen, da die Gummimischung weicher bleibt. Besonders auf österreichischen Bergstraßen und bei Schnee oder Eis sind Winterreifen unverzichtbar. Wir empfehlen, den Wechsel frühzeitig zu planen, um Wartezeiten in der Hochsaison zu vermeiden.
Reifen altern auch ohne Nutzung. Unabhängig von der Profiltiefe empfehlen wir, Reifen nach spätestens 8–10 Jahren zu ersetzen. Das Herstellungsdatum ist auf der Reifenflanke als DOT-Nummer angegeben (die letzten vier Ziffern zeigen Woche und Jahr). Gummimischungen verhärten mit der Zeit und verlieren ihre Haftungseigenschaften – ein Sicherheitsrisiko, das oft unterschätzt wird.
Der empfohlene Reifendruck ist fahrzeugspezifisch und steht auf einem Aufkleber in der Fahrertür oder im Tankdeckel. Er variiert je nach Beladung und Reifengröße. Zu niedriger Reifendruck erhöht den Kraftstoffverbrauch, verursacht ungleichmäßigen Reifenverschleiß und kann die Fahrstabilität beeinträchtigen. Wir empfehlen, den Reifendruck monatlich zu prüfen.
§57a Begutachtung & Inspektion
PKW müssen in Österreich alle drei Jahre zur §57a-Begutachtung (Pickerl). Das erste Pickerl ist drei Jahre nach der Erstzulassung fällig, danach alle zwei Jahre. Für Fahrzeuge über 10 Jahre gilt ebenfalls ein zweijähriger Rhythmus. Das Datum ist auf dem Pickerl am Fahrzeug vermerkt. Wir erinnern Sie gerne rechtzeitig und bereiten Ihr Fahrzeug optimal vor.
Wenn bei der Begutachtung Mängel festgestellt werden, erhalten Sie eine Mängelliste. Schwere Mängel führen zu einer Nachbegutachtung nach der Behebung. Bei uns können Sie die Mängel direkt beheben lassen und anschließend die Nachbegutachtung durchführen. Wir erklären Ihnen jeden Mangel und die notwendigen Maßnahmen transparent.
Diagnose & Warnleuchten
Die Motorkontrollleuchte (MIL) zeigt an, dass das Motorsteuergerät einen Fehler erkannt und gespeichert hat. Die Ursachen sind vielfältig: von einem losen Tankdeckel über einen defekten Lambdasensor bis zu einem ernsthaften Motorproblem. Ohne professionelle Diagnose lässt sich die Ursache nicht feststellen. Wir empfehlen, das Fahrzeug zeitnah zu uns zu bringen, damit wir die Fehlercodes auslesen und die Ursache klären können.
Das hängt von der Art der Warnleuchte ab. Rote Warnleuchten (Öldruck, Kühlmitteltemperatur, Bremssystem) erfordern sofortiges Anhalten. Gelbe Warnleuchten (Motorkontrolle, RDKS) erlauben in der Regel eine vorsichtige Weiterfahrt zur Werkstatt. Im Zweifelsfall empfehlen wir immer, die Fahrt zu unterbrechen und uns zu kontaktieren.